Mahnung erhalten? Das ist jetzt wichtig
Eine Mahnung ist noch keine Betreibung. Meist hast du noch Zeit – aber liegen lassen solltest du den Brief nicht.
Frist im Brief
genau prüfen
Steht ein Datum im Brief, halte dich daran. Steht keines, ist der Betrag meist schon fällig.
Was eine Mahnung bedeutet
Eine Rechnung ist offen geblieben. Der Absender erinnert dich daran und kündigt manchmal an, dass sonst Inkasso oder Betreibung folgen. Eine Mahnung ist eine private Erinnerung – kein amtliches Schreiben und keine behördliche Massnahme.
Was du jetzt tust
- 1Prüfe die Forderung: Gibt es die Rechnung wirklich, und stimmt der Betrag?
- 2Wenn ja: zahle den Betrag innert der genannten Frist, inklusive allfälliger geschuldeter Gebühren.
- 3Wenn nein: bestreite die Forderung schriftlich und erkläre in ein zwei Sätzen, warum.
- 4Wenn du nicht zahlen kannst: melde dich beim Absender und frage nach einer Ratenzahlung.
Mahngebühren: musst du die zahlen?
Oft nicht. Das Gesetz kennt keine Mahngebühren. Eine solche Gebühr braucht eine wirksame Abmachung, zum Beispiel in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen, und diese muss dir beim Vertragsabschluss bekannt gegeben worden sein.
- ✓Eine Pauschale, die erstmals auf der Mahnung auftaucht, musst du in der Regel nicht zahlen.
- ✓Ein Verzugszins kann dagegen auch ohne Abachtung entstehen – gesetzlich 5 % pro Jahr.
- ✓Lass dir die Positionen einzeln aufschlüsseln: Hauptforderung, Verzugszins, Mahngebühr.
- ✓Bei Steuern, Bussen oder der Krankenkasse können eigene Regeln gelten.
Wann es ernst wird
Wenn du gar nichts tust, kann der Absender weitergehen und dich beim Betreibungsamt betreiben. Dann erhältst du einen Zahlungsbefehl – und dort läuft eine echte Frist von 10 Tagen.
Dies ist eine Orientierungshilfe und keine Rechtsberatung.