Inkasso-Schreiben erhalten? Ruhig bleiben
Inkasso-Briefe klingen streng. Sie sind noch keine Betreibung – prüfe in Ruhe, ob die Forderung wirklich stimmt.
Was ein Inkasso-Brief ist
Ein Inkasso-Unternehmen fordert Geld für jemand anderen. Es tritt im Auftrag der Gläubigerin auf oder hat die Forderung gekauft. Der Brief selbst ist eine private Mahnung – erst ein Zahlungsbefehl vom Betreibungsamt ist ein amtliches Verfahren.
Was du jetzt tust
- 1Verlange einen Nachweis: aus welcher Rechnung die Forderung stammt und wie sie sich zusammensetzt.
- 2Prüfe die Forderung in deinen eigenen Unterlagen: existiert sie, und ist der Betrag richtig?
- 3Prüfe, ob die Forderung noch nicht verjährt ist.
- 4Bestreite, was nicht stimmt – schriftlich und mit Kopie.
Vorsicht bei Teilzahlungen
- ✓Eine Teilzahlung kann als Anerkennung der Forderung gelten. Dann beginnt die Verjährung von neuem.
- ✓Zahle deshalb nichts, bevor du die Forderung geprüft hast.
- ✓Wenn du zahlen willst, aber nicht alles: vereinbare die Raten vorher schriftlich.
Wann es amtlich wird
Zahlt und bestreitet niemand, kann das Inkasso-Unternehmen betreiben. Dann kommt der Zahlungsbefehl – und mit ihm eine Frist von 10 Tagen, in der du Rechtsvorschlag erheben kannst.
Dies ist eine Orientierungshilfe und keine Rechtsberatung.